Turniere 2016

HallenLuft

 

Hallenluft 2016

 

Am 27. und 28. Februar verschlug es uns nach Linz, wo sich zehn Hawks an der erneuten Titelverteidigung bei der bereits traditionellen Hallenluft versuchten. Neben der Mission Turnier-Hattrick standen uns dank des Einfallsreichtums der amPullen auch noch eine Handvoll weiterer Aufgaben bevor.  So viele zu offene Aufträge versprachen ein beschäftigungsreiches Wochenende, welches letztendlich mit einzigartigem Unterhaltungsfaktor überraschte.

Am Samstag hatten wir die Ehre, das gesamte Spielgeschehen zu eröffnen. Im ersten Match gegen Schleudertraum gelang es uns schon, die Systeme des keine 24 Stunden zurückgelegenen Trainings erfolgreich umzusetzen. Das Fundament für ein erfolgreiches Turnierwochenende war mit einem ersten soliden Sieg einmal gesetzt. Als wir in der anschließenden Besprechung das Kuvert mit den von den Gastgebern verordneten Missionen entdeckten, entflammte unsere Motivation nur noch mehr. Mit einer provisorischen Playlist und einer Friseur-Rechnung konnten wir auch in dieser Wertung vorerst einmal vorlegen. Dank zwei weiteren deutlichen Siegen war der sportliche Teil des Samstags für uns bereits um 14:30 zu Ende. Um die übliche körperliche Beanspruchung eines Ultimate-Turniers dennoch sicherzustellen, nutzten wir die gewonnene Zeit deshalb dazu, eine fulminante Cheerleading-Performance für die Wegwerfgesellschaft auf die Beine zu stellen, welche später samt souverän überspielten Patzer über die Bühne ging. Die Ausschmückung des Timeouts wurde seitens der Wegwerfgesellschaft mit einem bescheidenen „Chapeau“ anerkannt. Das Publikum ließ sich bedingungslos von der Superbowl-Stimmung mitreißen. Im Anschluss erhielten wir noch fünf neue Missionen, an deren gedanklicher Umsetzung wir in der Zeit bis zum Abendessen arbeiteten. Dort gab es als Beilage zum vorzüglichen Abendmahl noch drei weitere Aufträge für die Party. Aufgrund der vielen ausstehenden Aufträge unterhielt sich diese quasi von selbst. Ob als passiver Zuschauer oder mit vollem Körpereinsatz als Teil eines XXL-gordischen-Knotens, langweilig wurde einem nicht. Ein skurriler Auftritt folgte dem nächsten und die Teams überboten sich gegenseitig  mit ihren kuriosen Auftritten und bizarren Aktionen. Eine Partie Flaschendrehen für Hartgesottene durfte dabei natürlich auch nicht fehlen. Die Impressionen der Party hinterließen auf jeden Fall einen bleibenden Eindruck, hoffentlich nicht in unserer Form.

Die Befürchtungen waren jedenfalls umsonst. Das immer gefährliche Sonntagmorgenspiel überstanden wir mit einer Glanzleistung. Mit nahezu fehlerfreiem Ultimate und wachem Kopf landeten wir einen Kantersieg gegen die Lokalmatadoren von Stack Overflow. Mit einem guten Start in den Sonntag bahnten wir uns mit einem weiteren Sieg souverän den Weg ins Halbfinale. Dort fand unser Erfolgslauf ein abruptes Ende. Im alles entscheidenden Spiel schienen die Nerven nicht zu halten. Das zuvor konstant gezeigte sichere Spiel schimmerte nur gelegentlich annähernd durch. Einen kühlen Kopf zu bewahren, fiel uns schwer. Trotz letztendlich engen Spielstands (6:7) überwiegte der Eindruck einer regelrechten Abfuhr anstatt der eines stattlichen Kampfes. Verpatztes Spiel, Titelverteidigung dahin. Die Niederlage galt es jedenfalls zu verdauen. Unsere nächsten Gegner, Tiefseetaucher unter dem Pseudonym The Revenants, waren ihrem Aufeinandertreffen mit den Hawks nicht bewusst ehe wir vor Spielbeginn vor sie traten. Ihre Halbfinalniederlage war für alle anderen nicht weniger unerwartet als unsere. Das von vielen erwartete Finale war fand letztendlich um Platz drei statt, hätte jedoch auch einem Endspiel alle Ehre gemacht. Die Hommage an Leonardo Dicaprio spielte erwartet stark und hatte letztendlich uns gegenüber die Nase vorne.

Blech war natürlich nicht das erwartete Ergebnis, doch die Chance auf zumindest einen Sieg lebte noch. Mit einer unheimlich statischen Pyramide konnten wir während der Siegerehrung noch an die Spitze der Missionswertung vorrücken. Im ultimativen Reise-nach-Jerusalem-Showdown gegen Schleudertraum und Nitro Circles sicherten wir uns immerhin den Sieg in der Missionswertung. Spirit-of-the-Game-Winner gab es gleich drei. Gratulation an Stack Overflow, Wegwerfgesellschaft und Dreh und Trink! Der vierte Platz ist rückblickend doch enttäuschend, aber für das Aufzeigen einer möglichen nervlichen Schwäche unsererseits sind wir dennoch dankbar. In alles entscheidenden Spielen scheinen wir leider noch etwas wacklig, doch was noch nicht ist, kann ja noch werden. Fürs nächste Jahr haben wir auf jeden Fall wieder einen Titel zu verteidigen und einen weiteren zurückzuholen. Auch angesichts der hervorragenden Organisation lässt sich eine Rückkehr nach Linz nicht ausschließen. Sie scheint gar nicht unwahrscheinlich. Abschließend noch einmal ein riesiges Dankeschön an die amPullen, die dieses einzigartige Wochenende erst ermöglicht haben!