Turniere 2016

Österr. Staatsmeisterschaften (Open/Women)

 

 

Österreichische Staatsmeisterschaften Women & Open

 

Vom 9. bis 11. September fanden im wunderschönen Tirol die österreichischen Meisterschaften in den Divisions Women und Open statt. Natürlich waren  auch unsere beiden Kooperationsteams Styrian Sunrise und Styrian Thunderstorm mit von der Partie. Einige verletzungsbedingte Ausfälle bei den Mädels sorgten dafür, dass sowohl die Damen als auch die Herren sich mit exakt  13 einsatzfähigen Spielern auf die Reise nach Kundl machten. Sportlich gab es klare Ziele. Nach dem ernüchternden neunten Platz im Vorjahr und einer vollen Outdoor-Saison gemeinsamer Vorbereitung erhofften sich vor allem die Herren platzierungstechnisch einen Sprung nach vorne. Die Mädels waren unterdessen ebenso dazu bereit, für den Klassenerhalt in den Top 3 vollen Einsatz zu zeigen.

10 Mannschaften waren dieses Jahr für den Open-Bewerb gemeldet, welche in der Gruppenphase in zwei Gruppen aufgeteilt wurden. Die Sieger aus diesen Pools waren fix für das Halbfinale qualifiziert. Styrian Thunderstorm eröffnete passenderweise gegen ein weiteres Kooperationsteam. Die bundesländerübergreifende Zusammenarbeit zwischen  amPullen aus  Linz und Schleudertraum aus Salzburg nannte sich liebevoll amSchleudern und sollten ein gutes Matchup für das erste Spiel versprechen. Dessen Start war allerdings von regelrechten Fehlerserien unsererseits geprägt. Somit verschaffte sich amSchleudern in ihrem Wettkampfdebut früh eine komfortable Führung. Uns gelang es anschließend zwar ins Spiel zu finden, doch ganz ohne Missverständnisse und Patzer kamen wir doch nicht aus. Letztendlich konnten wir doch noch einen Universe-Point erzwingen, den es uns jedoch nicht gelang, zu verwandeln. Erstes Spiel, erster Dämpfer. Die Niederlage saß relativ schwer und wir kamen zur Erkenntnis, dass der Weg in die oberen Ränge doch ein recht steiniger ist. Im anschließenden Abendspiel gegen die amtierenden Staatsmeister und Lokalmatadoren von den InnSiders ging es vor allem darum, den Kopf wieder frei zu bekommen, die Fehler abzustellen und nicht zuletzt, einmal einen Spielfluss zu finden. Diese Vorsätze konnten wir gut umsetzen, für einen Sieg reichte es dennoch nicht. So beendeten wir Tag 1 also mit zwei Niederlagen, wobei wir in letzterem Spiel eine aufsteigende Formkurve zeigten. 

Im Samstagmorgenspiel war das Ziel klar: Der erste Sieg des Turniers. Gegen die discoboyEZ hatten wir schon im Vorjahr eine enge Partie, die wir nach anfänglicher Führung verloren hatten. Dieses Mal hielten wir den Fokus über weite Strecken des Spiels und uns gelang es, immer den einen oder die zwei entscheidenden Punkte in Führung zu bleiben. Die steigende Formkurve bestätigte sich somit und mit einem Sieg in der Tasche ging es nach kurzer Pause in das nächste Spiel. Wie schon in der Partie vom Vorabend waren wir gegen die ehemaligen Staatsmeister Forward erneut in einer Außenseiterrolle. Der Versuch, sich diese nicht anmerken zu lassen, endete in einer deutlichen nicht unbedingt unerwarteten Niederlage. Was allerdings überraschte, war die Nachricht, dass wir uns trotz nur eines einzigen Sieges für die Pre-Semis qualifiziert hatten. Da die discoboyEZ gegen unsere Bezwinger von amSchleudern siegten, schafften wir es noch auf den dritten Tabellenrang. Ausschlaggebend dafür war unsere gute Punktedifferenz. Gegen thebigEZ spielten wir am Samstagnachmittag also noch um den Halbfinaleinzug. Mit befreiter Spielweise und eigenem Grazer Fansektor an der Sideline boten wir ihnen über die gesamte erste Halbzeit Paroli. Mit drei Punkten in Folge zu Beginn der zweiten Halbzeit konnten unsere Kontrahenten schließlich doch noch den Abstand zu uns vergrößern. Trotzdem spielten wir beherzt weiter, so als ob der Halbfinaleinzug zum Greifen nahe wäre. thebigEZ wurden ihrer Favoritenrolle letztendlich gerecht und auch sie lobten im anschließenden Spirit-Circle unseren Kampfgeist. Die Leistungen von Samstag ließen uns nicht nur in den Top 8 Österreichs sondern auch erschöpft zurück. Mit 13 Mann stellten wir nicht unbedingt das umfangreichste Kontingent. Dieser personelle Mangel zeigte sich auch vor allem in der Erschöpfung der einzelnen Spieler. Für Spiel 6 und 7 mussten die Akkus erst einmal wieder aufgeladen werden.

Der dritte Tag hielt für uns vor allem eines bereit: Rückspiele. In denen werden die Karten ja bekanntlich noch einmal neu gemischt. Die erste Partie des Tages war gegen unsere Salzburger-Oberösterreichischen Auftaktspielgegner. Nachdem die Fehlerquote im Laufe der letzten Spiele deutlich gesunken war und sich langsam aber sicher ein Spielfluss bei uns bemerkbar machte, rechneten wir uns gute Siegchancen aus. Nach einem Fast-Déjà-Vu-Erlebnis zu Beginn fingen wir uns zum Glück und spielten eine solide Partie. Ab und dann wurde es auf dem Scoreboard gefährlich eng, doch die Revanche glückte im Endeffekt. Einige strittige Situationen und vor allem Körperkontakt von unserer Seite machten das Spiel in Hinblick auf den Spirit of the Game allerdings nicht einwandfrei für uns. Fürs letzte Spiel gegen die discoboyEZ waren die Energiereserven nur noch minimal. Oberste Priorität hatte daher unsere Gesundheit und wir gingen mit Vorsicht in das Spiel. Zu unseren Gunsten gingen wir anfangs in Führung. Dieser Vorsprung schmolz jedoch sukzessive, bis schließlich die Wiener gegen Spielende die Oberhand hatten. Dank einem massiven finalen Comeback unsererseits konnten wir mit vier Punkten hintereinander das Spiel doch noch für uns entscheiden. Nach dem allerersten Spiel des Turniers schien dieser fünfte Rang schon so fern und doch schafften wir zu guter Letzt.

Styrian Sunrise stieg erst am Samstag ins Geschehen ein. Durch einige Absagen gestaltete sich der Damen-Bewerb grundsätzlich etwas reduzierter. Sieben Teams kämpften um den Titel. Die Auslosung meinte es schon mal gut mit unseren Mädels, denn sie kamen in einen dreier Pool. Ein Sieg in diesem genügte für einen Halbfinaleinzug. Dieser wurde sich auch gleich im ersten Spiel gegen die Stolichnayas in beeindruckender Manier gesichert. Die Dritten im Bunde waren niemand Geringeres als die Serien-Staatsmeisterinnen von box. Was anfangs eine Partie auf Augenhöhe war, entwickelte sich in weiterer Folge zu einem von den Wienerinnen dominierten Spiel. Ein Großteil der Punkte zog sich aufgrund von mehrfachen Turnovern in die Länge. Die Titelverteidigerinnen verwandelten dabei ihre Punkte schlicht und einfach konsequenter. Schwamm drüber, denn um die Medaillen ging es ja erst am nächsten Tag.

Im Halbfinale durfte man sich gegen die nächsten Koryphäen des österreichischen Damen-Ultimates beweisen: gegen die Mädels von Mantis. Erneut verschafften sich die Kontrahentinnen mit fortlaufendem Spiel eine immer größer werdende Führung. So einfach wollten wir uns nicht geschlagen geben und wieder spielte man vor allem in der Defense sehr beherzt. Unstimmigkeiten in der Offense verhinderten aber ein knapperes Ergebnis. Das Setup für die Finalspiele war somit gleich dem des Vorjahres: Wiener-Derby um Gold, Steirer-Derby um Silber. Wir waren entschlossen die Heldentaten des Vorjahres zu wiederholen und das versprach schon einmal viel Spannung. Nach einer intensiven Anfangsphase mit diversen Führungswechseln gewannen die Eyecatchers gegen Ende der ersten Halbzeit erstmals die Oberhand und so schnell hatten die Grazerinnen aber auch nicht vor ihre Führung wieder zu vergeben. Wie versprochen war Spannung garantiert, denn unsere Mädels brachten das Spiel in die Verlängerung. In einem Universe-Point sollte die Entscheidung um Bronze fallen. Leider musste auch Styrian Sunrise, wie schon Styrian Thunderstorm in ihrem Eröffnungsspiel, eine Niederlage im alles entscheidendem Punkt hinnehmen. Blech gibt’s also für unsere Damen.

Leider konnten die Mädels ihren Podiumsplatz nicht verteidigen. Aber Grund zur Sorge gibt es deshalb keinen. Man gewann gegen die Teams, gegen welche man gewinnen sollte, kämpfte entschlossen gegen klare Favoriten und in engen Partien bewies man Biss. Das Podium war letztendlich nur einen Punkt entfernt. Grund zur Freude hat natürlich Styrian Thunderstorm, die ihr sportliches Ziel eines 5.Platzes auf ganzer Linie erreicht haben. Der Zenit des österreichischen Open-Ultimates ist zwar noch ein schönes Stück entfernt, aber vorerst gilt es sowieso einmal, den Platz im vorderen Mittelfeld zu bestätigen. Abschließend Gratulation an box Vienna zum erneuten Staatsmeistertitel! Besondere Glückwünsche gehen an Catchup Graz zu ihren Jungferntitelgewinn in der Open-Division! Dankeschön noch einmal, dass wir euren Festivitäten bei der Heimfahrt  (on the front-side oft he bus) beiwohnen durften!