Turniere 2016

Österreichische Beach-Staatsmeisterschaften

 

 

Österreichische Beach-Staatsmeisterschaften

 

Ganz traditionell wird Mitte September das zu dieser Jahreszeit schon etwas ruhige Bibione noch einmal aufgeweckt. Die Österreichischen Beach-Staatsmeisterschaften bringen die letzte Welle an Späturlaubern in die italienische Touristendestination. In der Hoffnung erneut große Wellen am Strand von Bibione zu schlagen, nahmen natürlich auch wir an diesem Pauschalurlaub der österreichischen Ultimate-Szene teil. Ein gemischtes Team aus Beach-Ultimate DebütantInnen und Spielern aus der Staatsmeistertruppe vor 2 Jahren versprach ein spannendes Wochenende. 

Bereits unser Auftaktspiel hatte Kultfaktor. Mit Discfiction erwischten wir niemand Geringeren als den amtierenden Staatsmeister und Silbermedaillengewinner von 2014. Eine beeindruckende Historie, die die Kärntner auf Sand vorzuweisen haben. Die letzte Niederlage, die sie an diesem Strand einstecken mussten, war allerdings gegen uns, nämlich im Finale vor zwei Jahren. Aus diesem Grund gingen wir guten Mutes in eine aussichtsreiche Partie. Der Anfang des Spiels wirkte dann jedenfalls etwas entmutigt. Schnell gingen unsere Apartmentnachbarn mittels gut platzierter, langer Würfe mit 3:0 in Führung. Glücklicherweise schafften wir es auf diesen Weckruf zu reagieren und legten sowohl im Defense- als auch im Offense-Spiel stark zu. Bei 6:6 gelang der Ausgleich. Anschließend ließen wir die Titelverteidiger auch nicht mehr anschreiben. Schon dieser erste Comeback-Sieg fühlte sich an wie der Gewinn eines Finales. Der Jubel war enorm und auch die Ambitionen stiegen mit diesem Sieg gewaltig. Im darauffolgenden Spiel gegen Lok Stoli haderten wir mit unserer Konstanz und machten uns das Leben selbst schwer. Sehr viele Punkte waren lang und kräftezehrend, vor allem aber eines: vermeidbar. Letztendlich setzten wir uns in diesen vermehrt durch, was den gewinnbringenden Unterschied machte. In den übrigen Gruppenspielen gegen Wunderwuzzis und Mosquitos schienen wir den Fokus endlich gefunden zu haben und konnten klare Siege verzeichnen. Unsere Viertelfinalteilnahme war damit in Stein gemeißelt und die Rückkehr unter die Top 8 gesichert.

So wie wir den Samstag beendeten, planten wir auch in den Sonntag zu starten. Für das Viertelfinale gegen die Winona Raiders hatten wir viel geplant, begingen die Partie jedoch mit Respekt. Im Vorjahr war für uns gegen die Niederösterreicher nämlich bereits im Achtelfinale Schluss. Ein nahezu makelloser Start brachte uns eine frühe Führung ein und die ersten Schritte in Richtung Revanche waren vollbracht. Idealerweise behielten wir Fokus und Intensität auch über das gesamte Spiel bei und nutzten unsere Athletik zu unserem Vorteil. Unsere Führung vergrößerte sich dadurch noch mehr. Alles zusammen resultierte in einem komfortablen Sieg und der Qualifikation für die Medaillenrunden. Die nächsten Gegner weckten, wie so oft an diesem Wochenende, erneut gute Erinnerungen bei einigen von uns. Gegen Chuck Bronson gewann man auch vor zwei Jahren im Halbfinale, das im Universe-Point. Das Spiel wirkte anfangs wie ein Déjà-Vu: eine relativ ausgeglichene Anfangsphase, die Wiener doch mit dem etwas konstanteren Spiel. Das garantierte ihnen allmählich das wohlverdiente Break. Durch fehlerhaftes Spiel unsererseits gewann Chuck Bronson schlussendlich auch die Oberhand. Wir schafften es zwar noch anzuschreiben, ein Comeback wie vor zwei Jahren gelang uns aber nicht mehr. Somit waren wir nicht die einzigen die sich an diesem Wochenende revanchierten. Unsere Gegner sicherten sich in weiterer Folge in einem kompetitiven Finale gegen W.underteam sowohl Staatsmeistertitel als auch Spiritsieg, diesen ex aequo mit Flying Circus Innsbruck. Gratulation dazu! Unsere eigenen Medaillenhoffnungen waren aber auch noch nicht gestorben. Im kleinen Finale gegen die frisch wiedervereinigten upsa war unsere Erwartungshaltung aber dementsprechend gering. Bereit dazu unsere Chancen auszunutzen, machten wir uns auf eine anspruchsvolle Partie gefasst. Das Spiel zeigte sich dann als erwartet schwierig, doch trotz einiger fangtechnischer Meisterleistungen gingen wir sogar in Führung. Unsere Zonen-Verteidigung gekoppelt mit dem für Strände typisch böigen Wind erzwangen dazu noch zusätzliche Fehler von unseren Gegnern. So schafften wir es eine stabile Führung zu sichern. Diese wurde bis zum Ende hin zwar kleiner, doch nach 45 Minuten war es geschafft: Bronze geht nach Feldbach! Eine Medaille für die Hawks! Wie schon nach dem ersten Spiel war die Freude riesengroß, doch nun war es auch Gewissheit.

Es ist immer wieder schön, sich zum Saisonabschluss noch einmal selbst belohnen zu können. Diese Bronzemedaille rundet ein sehr positives Jahr für unser Team ab und entlässt den Großteil unseres Teams in die Off-Season. Leider Gottes gibt es auch einen Styrian-Hawks-Abgänger zu verzeichnen, mit dem wir dank dieser Podiumsplatzierung noch einen letzten Erfolg feiern durften. (We’re gonna miss you!) Nach dem enttäuschenden 9. Platz im Vorjahr konnten wir nun erneut zeigen, dass wir das Potenzial haben, im österreichischen Beach-Ultimate ganz vorne mitzumischen. Für die Zukunft werden wir jedenfalls nichts unversucht lassen, um unseren Bibione-Medaillensatz zu erweitern bzw. zu komplettieren.