Hawks' Nest

 

 

Hawks' Nest 

  

Am Wochenende des 4. und 5. Februar luden die Styrian Hawks  nach Feldbach zur zweiten Ausgabe ihres eigens veranstalteten Turniers. Zehn Teams aus vier verschiedenen Nationen fanden sich zum Hawk’s Nest ein. Wir verwöhnten unsere Gäste mit einem Wettkampfwochenende bei dem Wellness und Schlemmen zwischen den einzelnen Spielen nicht zu kurz kam. Neben Zutritt zum Hallenbad und zur Sauna direkt am Turniergelände und einem Frühstücks- und Mittagsbuffet, das kaum Platz für offene Wünsche ließ, gab es dieses Jahr sogar eine eigene von den Hawks veranstaltete Party im nahe gelegenen Jugendzentrum. Für musikalische Untermalung vor Ort war gesorgt. Die Teams durften nämlich beim Karaoke selbst zum Mikro greifen, wofür sie mit deliziösen Schaumrollen belohnt wurden. Während das Feingebäck relativ schnell an Reiz verlor, blieb der Wille zum Auftreten bei unseren Besuchern als auch eigenen Spielern jedoch ungebrochen. Über fünf Stunden hinweg folgte eine Darbietung der nächsten, ohne Unterbrechung.     

Bei der ganzen Kulinarik und dem Abendprogramm mag es schwer vorstellbar sein; Das Hauptaugenmerk lag allerdings nach wie vor an der Veranstaltung eines sportlichen Events. Wir selbst stellten zwei Teams, welche sich an der internationalen Konkurrenz maßen. Styrian Hawks I avancierte dabei am Samstag ungeschlagen zum Maß aller Dinge. Das durch viele neue Gesichter verstärkte Team Styrian Hawks II stellte mit mehreren gelungenen Aktionen ebenfalls sein Potenzial und seinen Kampfgeist unter Beweis. Bereits den allerersten Punkt im Spiel gegen Catchup Graz konnten sie für sich entscheiden. (gefangen von einer Spielerin bei ihrem Turnier-Debut)  Im letzten Gruppenspiel gegen Dreh und Trink gelang dann sogar der erste hart verdiente Sieg.

Im Kampf um die Top 8 gab es für das Newcomer-Team samstagabends dann leider noch einen Dämpfer mit einer knappen Niederlage gegen die HuskEZ. Mit ungebremstem Elan ging es anschließend am Samstagmorgen in das letzte Lower-Pool-Spiel gegen die W.underwuzzis. Aller Einsatz machte sich bezahlt, doch reichte im Endeffekt nicht für einen Sieg gegen die jungen Wiener.  Das darauffolgende Kreuzspiel verlief ähnlich unglücklich. Dreh und Trink revanchierte sich für ihre Niederlage im vorangegangen Gruppenspiel. In der Zwischenzeit ruhte sich Styrian Hawks I für ihren anstehenden Halbfinalauftritt aus. Zur Mittagsstunde trafen sie auf unsere ungarischen Nachbarn von Hallodigaz-e?.

Mit fast fehlerfreiem Spiel und enorm effizienter Zonen-Verteidigung sicherte man sich auf dominante Art und Weise einen Platz im Finale. Das Endspiel-Lineup komplettierten die Slowenen von Frizmi. Schon in der Gruppenphase trafen die beiden Teams aufeinander und lieferten dort ein Spiel ab, das das Feldbacher Publikum aus den Sitzen riss. Nach deutlichem Rückstand für die Styrian Hawks zu Spielbeginn begannen sie allmählich, jegliche Defizite auszumerzen. Frizmi kämpfte hart gegen unser inspiriertes Comeback an. Schließlich war der Spielstand unentschieden. Folglich bedeutete das für beide Finalisten: Sollten sie das Turnier gewinnen, täten sie das ungeschlagen. Inzwischen stand auch für Styrian Hawks II das letzte Spiel an. Wie bereits am Samstag waren die letzten Gegner des Tages die jungen Wiener von den HuskEZ. In diesem Rückspiel erhoffte man sich viel und zu Beginn wurde man den Erwartungen auch gerecht. Ein klarer Favorit war nicht zu erkennen. So gestaltete sich bereits das erste Platzierungsspiel zu einer wahrlich spannenden Partie. Im direkten Vergleich schafften die Gegner schließlich das 2:0. Man merkte den Hawks an, wie gern sie zum Abschluss noch einmal gewonnen hätten. Doch die Enttäuschung hielt bei der entspannten Turnier-Atmosphäre nicht lange an.

Das Finalspiel von Styrian Hawks I hätte schlussendlich eine Imitation von der Partie des Vortages darstellen können. Manch einer am Feld erlebte bestimmt ein Déjà-Vu. Frizmi startete gut. Die steirische Comeback-Train startete ebenfalls wieder verzögert. Den Slowenen gelang es diesmal aber diese im entscheidenden Moment aufzuhalten. Obwohl ihre Führung zunehmend schrumpfte, verteidigten sie diese überzeugend und verhinderten somit leider einen Heimsieg. 

Das goldene Nest ging also an unsere südlichen Nachabarn. (Gratulation nochmals!) Die übrigen Edelmetallnester gingen allerdings allesamt in die Steiermark. Wir gratulieren den Raabtal Renewables zu Platz 3!

Sportlich gesehen können wir hochzufrieden auf unser selbst organisiertes Turnier zurückblicken. Dabei sticht nicht nur die Leistung unserer Zweitplatzierten heraus, sondern vor allem die, des Teams Styrian Hawks II. Trotz des letzten Platzes waren sämtliche Spieler dankbar für die Erfahrungen, die sie machen durften. Die verschiedenen Rollen, die jeder an dem Wochenende einnehmen durfte, waren ihnen eine große Hilfestellung für den Einstieg bzw. Wiedereinstieg in den Scheibensport. Neben sportlichen und organisatorischen Glanzleistungen freut es uns umso mehr, dass wir auch noch in der Spirit-Wertung auf ganzer Linie brillieren konnten. Die Silbernest-Gewinner von Styrian Hawks I platzierten sich an der Spitze des Feldes ex aequo mit Dreh und Trink, dicht gefolgt von der zweiten Heimmannschaft. Wir können nur hoffen, dass dieses Wochenende für jeden so erfreulich war wie für uns. Wir hatten jedenfalls eine Riesenfreude daran euch als Gäste zu haben. Wir laden nächstes Jahr gerne wieder zum gemeinsamen Ultimate-Spiel, Karaoke und Schlemmen ein!